Wenn Technik und Alltägliches zur Lebensgefahr wird

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Im Jahr 2017 waren allein in Sachsen-Anhalt 132 Verkehrstote zu verzeichnen. Die Hauptunfallursache sind hierbei Wildunfälle gewesen, und auch ein zu geringer Sicherheitsabstand zum vorderen Fahrzeug zieht häufig lebensgefährliche Situationen nach sich.
Oftmals gehen diese Unfallursachen mit Ablenkung am Steuer einher – eine Gefahrenquelle, die mit der ständig „notwendigen“ Erreichbarkeit per Handy immer mehr in den Vordergrund rückt und zugleich von allen Verkehrsteilnehmern extrem unterschätzt wird. Beim Blick auf das Smartphone – selbst wenn es nur wenige Sekunden sind – legt das Fahrzeug eine enorme Strecke zurück, sodass Pkw-Fahrer auf unerwartete Begebenheiten, wie ein auf die Straße laufendes Tier, nicht mehr rechtzeitig reagieren können.
Sanktionen für Handys am Steuer
Aufgrund der großen Gefahr, die von der Handynutzung am Steuer ausgeht, wurden bereits im Jahr 2017 die in Deutschland geltenden Bußgelder für dieses Delikt erhöht. So müssen Pkw- und Lkw-Fahrer 100 Euro zahlen, wenn sie während der Fahrt mit dem Telefon in der Hand erwischt werden. Außerdem erhalten sie einen Punkt in Flensburg. Wenn sie durch die Handynutzung andere Verkehrsteilnehmer gefährden, etwa weil sie die Spur nicht mehr richtig halten können und Schlangenlinien fahren, werden 150 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein Monat Fahrverbot fällig. Damit sind die Bußgelder in Deutschland allerdings noch relativ niedrig angesetzt. In Großbritannien werden beispielsweise umgerechnet circa 1.000 Euro für Handys am Steuer erhoben, weshalb auch auf europäischer Ebene seit Ende letzten Jahres eine erneute Anhebung der Bußgelder für die Smartphone- und Tabletnutzung während der Fahrt gefordert wird.
Fahrradfahrer müssen ebenfalls zahlen: 55 Euro beträgt hierzulande das Bußgeld. Zwar gibt es für Fußgänger keine Strafzahlung, doch die Ablenkung durch das Telefon kann hier genauso groß sein. Nicht selten kommt es zu Unfällen, weil Fußgänger etwa eine rote Ampel beim Telefonieren übersehen. Daher ist beim Bedienen des Smartphones im Straßenverkehr von allen Beteiligten stets Vorsicht geboten.
Ablenkung nicht nur durch Technik
Aber nicht nur das Smartphone oder andere technische Geräte sorgen für Ablenkung am Steuer. Die Gefahr alltäglicher Handgriffe während der Fahrt wird immer wieder unterschätzt, denn auch beim Essen oder Trinken wird der Blick kurzzeitig von der Straße gelenkt. Dabei können wenige Sekunden Unaufmerksamkeit im Stadtverkehr bereits für einen Auffahrunfall sorgen, da das Auto mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde völlig ungebremst ungefähr 14 Meter pro Sekunde zurücklegt.
Außerdem können Gespräche mit anderen Fahrzeuginsassen oder schreiende Kinder auf dem Rücksitz ablenkend wirken, denn das Hauptaugenmerk des Fahrers ist nicht mehr ausschließlich auf den Verkehr gerichtet. Vor allem emotional aufwühlende Diskussionen sollten daher während der Fahrt vermieden werden. Müdigkeit sowie die Einnahme von bestimmten Medikamenten können ebenfalls die Konzentrationsfähigkeit erheblich einschränken. Selbst die banalsten Dinge, wie etwa Dreck auf der Scheibe, der immer wieder den Blick des Fahrers auf sich zieht, können zur Ablenkung während der Fahrt führen. Die möglichen Gefahren sollten hier nicht unterschätzt werden.

Autor Laura Gosemann

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.bussgeldkatalog.org

 

 
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